• Eröffnung

Vernissage

Louder, Taller, Uglier, Weirder - For Weeds to Rewild / Unkraut zur Verwilderung

Eröffnung der Ausstellung Louder, Taller, Uglier, Weirder - For Weeds to Rewild / Unkraut zur Verwilderung mit Performances

Begrüßung
Janine Wolter, Bezirkstadträtin für Bildung, Kultur und Sport
Yolanda Kaddu-Mulindwa, Galerieleiterin
Anaïs Senli, Lorena Juan, Sonia Fernández Pan, Sylvia Sadzinski, Kuratorinnen der Ausstellung

Performances

19:00 Eva-Fiore Kovacovsky - Wie schmeckt Photosynthese? / Wilder Eisladen
Aktivierung mit Sorbetverkostung aus gefrorenen Wildpflanzen

21:00 Uhr Sasha Amaya - Circe, still ready, 2026
Performance

Die Künstlerin Sasha Amaya nutzt in ihrer Performance Bilder aus Erzählungen und Malerei, um Spannungen zwischen Gleichgewicht und Störung sowie unsere Vorstellungen von Natur und Weiblichkeit zu untersuchen. Durch die Gegenüberstellung klassischer Bildsprache mit der Wirklichkeit und von Form mit dem Unvorhersehbaren entsteht ein Spiel aus Zufall, Bewertung, Humor, Schönheit und wechselhaften Perspektiven.


Das deutsche Wort Unkraut hat eine abwertende Konnotation – es bezeichnet Pflanzen, die als unerwünscht gelten und normalerweise entfernt werden. Doch viele dieser sogenannten „Beikräuter“ sind ökologisch wertvoll, ernähren Insekten, stärken den Boden und sind für den Menschen essbar oder sogar medizinisch wirksam. Unkraut erinnert uns daran, dass das, was außerhalb der konventionellen Ordnung liegt, oft Teil einer reichen und komplexen inneren Ökologie ist.
Unkraut tritt in der Ausstellung Louder, Taller, Uglier, Weirder - For Weeds to Rewild / Unkraut zur Verwilderung nicht nur als Studienobjekt oder Metapher auf, sondern als aktives Prinzip. Durch diverse, in ihrer Struktur oder Aussage widerspenstige künstlerische Positionen, wird die Frage aufgeworfen, wann etwas, eine Handlung oder ein Zustand, „unkrautartig“, ist. Was bedeutet es, „Unkraut“ zu sein – zu verunsichern, zu durchdringen, zu überschreiten – innerhalb der Kunst, Institutionen, Sprache und des Alltagslebens? Unkraut zeigt, dass Störung nicht nur destruktiv, sondern auch generativ ist – sie löst starre Grenzen auf und eröffnet Raum für alternative Formen von Identität, Bedeutung und Praxis.

Red outlined text reading
© Tessa Curran