Ein grünes Salatblatt
© Kimberly Brooke Meenan

Scham

aus der Serie „Dreck in die Wunde“

An was denken Sie, wenn Sie das deutsche Wort Scham hören? Die Bedeutung des Wortes Scham ist vieldeutig. Sie umfasst das, was sich zeigt und das, was verborgen ist und bleibt. Die Scham zeigt etwas an und verhüllt es zugleich. Es kann auch die Schamgegend und die Geschlechtsteile bezeichnen. Scham bedeckt oder verbirgt, ist öffentlich und privat und alles, was dazwischen liegt vielleicht auch. Diese Arbeit bezieht alle Bedeutungen einer transformativen Skulptur mit ein.

Die Exponate dieser Ausstellung sind durch neuartige Verarbeitungstechniken entstanden und stellen den menschlichen Körper mit all seinen verletzlichen Seiten dar. Kimberly Brooke Meenan gießt diese Körper aus einem Material, dessen Hauptbestandteil selbst gesammelter „Dreck“ von Berliner Straßen ist. Dieser wird mit Bindemitteln, Ton und Pflanzensamen vermischt.

Menschliche Figuren und Körperteile werden in Erdhügel verwandelt, die sich im Laufe der Zeit verändern, wenn die in die Skulpturen eingebetteten Samen wachsen und sich verwandeln. Diese Samenformen werden im öffentlichen Raum platziert und den Elementen und der Fürsorge der Öffentlichkeit überlassen.

Viele Menschen machen die Erfahrung, dass sie ihren eigenen Körper sehr kritisch gegenüberstehen. Durch die tägliche Arbeit, bei der die Künstlerin Menschen in Skulpturen gießt, ist sie ständig von dem negativen Selbstbild der Menschen überwältigt. Sie möchte eine Reihe von Kunstwerken schaffen, die sich mit diesem Thema befassen.

Ausstellung vom 24. Juni bis 19. August 2022

Teilnehmende Künstlerinnen und Künstler