• 27.06.–07.10.2026
  • Ausstellung · Aktuell
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© Tessa Curran

Weirder, Louder, Taller, Uglier

Unkraut zur Verwilderung

Das deutsche Wort Unkraut hat eine abwertende Konnotation – es bezeichnet Pflanzen, die als unerwünscht gelten und normalerweise entfernt werden. Doch viele dieser sogenannten „Beikräuter“ sind ökologisch wertvoll, ernähren Insekten, stärken den Boden und sind für den Menschen essbar oder sogar medizinisch wirksam. Unkraut erinnert uns daran, dass das, was außerhalb der konventionellen Ordnung liegt, oft Teil einer reichen und komplexen inneren Ökologie ist.
Unkraut tritt in der Ausstellung nicht nur als Studienobjekt oder Metapher auf, sondern auch als aktives Prinzip. Durch diverse, in ihrer Struktur oder Aussage widerspenstige künstlerische Positionen, wird die Frage aufgeworfen, wann etwas, eine Handlung oder ein Zustand „unkrautartig“, ist. Was bedeutet es, „Unkraut“ zu sein – zu verunsichern, zu durchdringen, zu überschreiten – innerhalb der Kunst, Institutionen, Sprache und des Alltagslebens? Unkraut zeigt, dass Störung nicht nur destruktiv, sondern auch generativ ist – sie löst starre Grenzen auf und eröffnet Raum für alternative Formen von Identität, Bedeutung und Praxis.

Weirder, Louder, Taller, Uglier – Learning from Weeds / Von Unkraut lernen ist ein kuratorisches Projekt, das sich intuitiv und unmittelbar von Unkraut inspirieren lässt. Es umfasst Veranstaltungen, die „Sprouts“ (Sprossen), sowie Ausstellungen, die in unterschiedlichen Rhythmen stattfinden.
Das Projekt erstreckt sich über fast ein Jahr. Es begann im Projektraum Xanadu in Neukölln, bevor im Herbst 2025 die erste Ausstellung im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien eröffnet wurde. Von diesem Ausgangspunkt aus treiben viele weitere Sprossen in der ganzen Stadt, begleitet von drei weiteren Ausstellungen in der Galerie im Turm in Friedrichshain, im Bärenzwinger in Mitte und in der Galerie im Körnerpark in Neukölln.

Das Projekt ist gefördert im Rahmen der Spartenoffenen Förderung der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Kuratiert von Anaïs Senli, Lorena Juan, Sonia Fernández Pan, Sylvia Sadzinski

Teilnehmende Künstler:innen
  • Kamal Aljafari
  • Nooshin Askari
  • Ella C Bernard
  • Xenia Bond
  • Zuzanna Czebatul
  • Martins Kohout
  • Ana María Millán
  • Anaïs Senli
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  Gewölbter Ausstellungsflur mit
  Ziegelsteinfußboden, an den Wänden
  hängende Kunstwerke und rote sowie
  gelbe Installationen auf dem Boden
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  Gipsrelief mit drei weiblichen Figuren
  in fließenden Gewändern an einer
  Museumswand neben einer
  Informationstafel
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  Installationsansicht mit an der Wand
  aufgehängten Papierarbeiten in
  verschiedenen Größen, teilweise mit
  Bleistiftzeichnungen und farbigen
  Akzenten in Gelb und Orange.
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  Wandskulpturen mit abstrakten,
  geometrischen Figuren in Schwarz-Weiß.
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  Kunstinstallation mit zwei wesenartigen
  Objekten auf orangefarbenem Fliesenboden
  in einer weißen Galerie.
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  Videostill eines über einer Landschaft
  springenden Froschs unter Vollmond in
  minimalistischer Komposition
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source: reviewed text: 'Fünf Frauen sprechen  vor einer efeu-bewachsenen Fassade während einer Ausstellungseröffnung'
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  Künstlerin Eva-Fiore Kovakovsky
  serviert Sorbet aus Wildpflanzen bei der
  Eröffnung
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  Künstlerin Eva-Fiore Kovakovsky
  serviert Sorbet aus Wildpflanzen bei der
  Eröffnung
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  Künstlerin spricht zu einer Gruppe von
  Besuchern, die auf einer Wiese im Park
  sitzen
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source: reviewed
Veranstaltungen
    03.–05.07.2026
    10:00 Uhr
    Galerie im Körnerpark

    48 Stunden Neukölln × Galerie im Körnerpark

    Erweiterte Öffnungszeiten

    Während des Kunstfestivals 48 Stunden Neukölln gelten in der Galerie im Körnerpark verlängerte Öffnungszeiten. In dieser Zeit ist die Ausstellung Weirder, Louder, Taller, Uglier – Unkraut zur Verwilderung zu sehen, die Unkraut als Sinnbild für Widerstand, Vielfalt und das Aufbrechen bestehender Ordnungen begreift.

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    Stilisierte Blüte